Abenteuer Peloponnes
Die Halbinsel Peloponnes zählt zu den größten
und vielfältigsten Weinbaugebieten Griechenlands.
Mit ihrer reichen Geschichte, die bis In die Antike zurückreicht, und einer beeindruckenden Vielfalt an Mikroklimata und Böden bietet die Region ideale Bedingungen für den Anbau charakterstarker Weine. Hier gedeihen sowohl autochthone Rebsorten wie Agiorgitiko und Moschofilero als auch Internationale Klassiker, die durch die einzigartige Terroirprägung des Peloponnes eine ganz besondere Note erhalten. Vom 10.-14. November hatte „Wines of Peloponnese“ eine Sommelier-Union-Delegation auf die Halbinsel
geladen. Die Reise-Expertin der SommelierUnion
– lnge Mainzer – berichtet:


Insgesamt 15 Mitglieder der Sommelier-Union verbrachten eine inspirierende, weiterbildende und genussvolle Zeit auf der berühmten Halbinsel, die derzeit über 30 Prozent der griechischen Weinproduktion repräsentiert. Wir bereisten die Weinregionen Patra, Nemea und Mantinia – alles war sehr professionell organisiert. Insgesamt verkosteten wir während unserer Reise Weine aus allen sieben Regionen der Halbinsel. Die autochthonen Rebsorten standen selbstverständlich im Vordergrund – allen voran Mavrodaphne, Roditis, Agriorgitiko und Moschoftlero.
Beeindruckt waren wir von der klaren Interpretation der verschiedenen Terroirs. Die junge Generation der griechischen Weinbauern setzt viel daran, dies wieder deutlicher herauszuarbeiten. Und auch wenn der Peloponnes am südlichsten Zipfel Europas auf dem gleichen Breitengrad wie Sizilien, Andalusien und dem Norden Afrikas liegt, haben wir ständig gefroren. Schließlich waren wir immer von Bergen umgeben mit Höhen zwischen 1.900 und 2.400 Metern. Wein wird auch hier auf über 1.000 Metern angebaut. Am 11. November (!) haben wir sogar den letzten Lesetag der spätreifendern Rebsorte Sideritis auf 950m Höhe miterlebt.


Wir besuchten Weingüter aus dem 19. Jahrhundert, Tempel aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. sowie eine Olivenölproduktion. Zudem liefen wir durch den Original-Tunnel ins Olympiastadion ein. Täglich kombinierten wir Weine aus autochthonen Rebsorten mit authentisch-griechischen Speisen. Die Zeiten waren für uns allerdings eher untypisch: Mittagessen gab es
ab 14 Uhr, Abendessen frühestens um 21:30 Uhr. Andere Länder, andere Sitten. Vielen Dank für die tolle Reise an das Team von „Wines of Peloponnese“!
Das Schlusswort gehört Alina Merting vom Schlosshotel Kronberg bei Frankfurt: .,Ich habe die Weinreise nach Peloponnes von der Sommelier-Union als Teampreis bei der DEHOGA Hessen Jugendmeisterschaft gesponsert bekommen. Nach einer sehr lehrreichen Reise nach Griechenland ermutige ich die Leute gerne, Weine vom Peloponnes zu probieren. Es lohnt sich.“ Na dann: Jamas!“
Text: Inge Mainzer

